Zungen aus Feuer
Zungen aus Feuer › Qasiden und Qasidenfragmente

CCCXVII — Über die eigene Dichtkunst (Auszug)

Verse 31–34
Zum Kontext

Schiaparelli lässt den arabischen Fachbegriff ṣanʿa („kunstvolle Verfertigung" — ein zentraler Terminus der klassischen arabischen Literaturkritik) unübersetzt im italienischen Text stehen.

31Ein Lobgesang, verfasst mit eleganter Kunstfertigkeit (ṣanʿa), als läge sie mir selbst auf der Zunge.
32Ich mische unter die Blüten der Erfindung einen Duft, der Feinheiten des Geistes verströmt.
33Die Dichtung schleicht sich in die Seele ein, aber nicht auf die Art, wie Wein und Klänge es tun.
34In ihr wetteiferte ich im Lauf mit dem Wind, nachdem ich meine langen Zügel ergriffen hatte.
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